2026

Tosender Applaus für „Die wilden Weihnachtstriebe“

 

 

Mit viel Witz, Tempo und jeder Menge Situationskomik sorgte die Theatergruppe Blankenau an den vergangenen Aufführungsabenden für beste Unterhaltung. Das Lustspiel „Die wilden Weihnachtstriebe“ begeisterte das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute und verwandelte das Bürgerhaus in eine Hochburg des Lachens. Bereits beim Öffnen des Scheunentores wurde klar: Hier stimmt einfach alles. Das liebevoll gestaltete Wohnzimmer der Familie Knatsch bildete die perfekte Kulisse für ein turbulentes Weihnachtschaos, das sich in drei Akten immer weiter zuspitzte. Immer wieder hallte schallendes Gelächter durch den Saal, wenn Familienoberhaupt Erwin Knatsch mit geiziger Verbissenheit versuchte, auch den letzten Cent zusammenzuhalten. Thomas von Keitz überzeugte in seiner Rolle als knauseriger Erwin mit großartiger Mimik und trockenem Humor. Ihm stand Ulrike von Keitz als Ehefrau Mia in nichts nach. Mit schlagfertigen Kommentaren und cleverem Spiel brachte sie ihren Bühnenpartner regelmäßig zur Verzweiflung – sehr zur Freude der Zuschauer. Besonders gut kam auch die junge Generation auf der Bühne an. Tabea Koch als Tochter Rosi und Jannik von Keitz als Förster Karl sorgten mit frischem Auftreten und viel Spielfreude für zusätzliche Dynamik. Vor allem die Szenen rund um den viel diskutierten Weihnachtsbaum entwickelten sich schnell zu echten Publikumslieblingen. Für zahlreiche Lacher sorgte außerdem Ansgar Pfeffer als Opa Klaus. Mit trockenem Humor, verrückten Ideen und pointierten Sprüchen brachte er den Saal immer wieder zum Toben. Spätestens als die heimliche „Baumbeschaffungsaktion“ im Wald aus dem Ruder lief, blieb kaum ein Auge trocken. Auch Christa Schrimpf glänzte als Erbtante Kätchen, die grundsätzlich alles missverstand und dadurch das Chaos perfekt machte. Immer wieder gelang es ihr, mit kleinen Gesten und herrlich übertriebener Empörung Szenen zusätzlich anzuheizen. Elvira Balzer als Karin mischte das Geschehen ebenfalls kräftig auf und brachte die Familie Knatsch immer wieder an ihre Grenzen. Besonders gut kam beim Publikum die heimische Mundart an, die authentisch, direkt und herrlich ungefiltert eingesetzt wurde. Viele Zuschauer erkannten sich selbst oder bekannte Alltagssituationen wieder – und genau das machte den besonderen Charme des Abends aus. Regisseurin Sylvia Balzer bewies erneut ein gutes Gespür für Timing, Rollenbesetzung und pointierte Unterhaltung. Die Übergänge zwischen den Szenen verliefen flüssig, und die intensive Probenarbeit der vergangenen Wochen machte sich während der gesamten Aufführung deutlich bemerkbar. Auch abseits der Bühne lief alles wie am Schnürchen. Für Ton, Licht und die gesamte Technik zeichnete Ewald Streitenberger verantwortlich. Mit viel Gespür für die passenden Effekte sorgte er nicht nur hinter der Bühne, sondern auch während der Aufführung für zahlreiche stimmungsvolle und punktgenaue Momente, die das Bühnengeschehen zusätzlich unterstrichen. Unterstützt wurde er dabei von Ralf Helmer, der zugleich für die Filmaufnahmen der Aufführungen zuständig war. Der Bühnenbau lag in den bewährten Händen von Theo Schrimpf, der gemeinsam mit seinem Team das Wohnzimmer der Familie Knatsch detailreich und mit viel Liebe zum Detail entstehen ließ. Auch das gesamte Drumherum trug sichtbar seine Handschrift. Als echter Mann für alle Fälle erwies sich Günter Balzer. Ob das Scheunentor pünktlich zur Pause geschlossen werden musste oder an der Theke alles reibungslos lief – auf ihn war jederzeit Verlass. Für Maske und Frisuren sorgten Heike Hergenröder und ihre Mannschaft. Mit viel Können und Kreativität verliehen sie den Darstellerinnen und Darstellern den passenden Bühnenauftritt und rundeten die Charaktere perfekt ab. Nicht zu vergessen Sabine Fehringer, die als Souffleuse dafür sorgte, dass das Leben auf der Bühne niemals ins Stocken geriet. Mit großer Aufmerksamkeit und viel Routine unterstützte sie die Schauspielerinnen und Schauspieler während aller Aufführungen. Am Ende belohnte das Publikum die Darstellerinnen und Darsteller mit langanhaltendem Applaus und stehenden Ovationen. Viele Besucher blieben nach der Aufführung noch lange zusammen, sprachen über ihre Lieblingsszenen und waren sich einig: „Die wilden Weihnachtstriebe“ gehören definitiv zu den gelungensten Theaterabenden der vergangenen Jahre. Die Theatergruppe Blankenau konnte damit einmal mehr beweisen, wie viel Herzblut, Humor und Talent im heimischen Amateurtheater steckt.